27 Juni 2015

*Interview* Vorgestellt und nachgefragt - mit Autorin Inca Vogt

 ღ Vorgestellt und nachgefragt


Hallo meine lieben Leser,

heute ist es soweit, endlich gibt es das Interview "Vorgestellt und nachgefragt - mit Autorin Inca Vogt". Bekannt durch ihren etwas anderen Ratgeber für Frauen, "Ladylike iPhone 4S" hat sie nun den packenden Psychothriller "Gebrannte Kinder" geschrieben der seit Dezember erhältlich ist.



Liebe Inca,


vielen Dank, ich freue mich sehr, das du dir die Zeit nimmst und mir ein paar Fragen beantwortest. Wir kennen nun schon das Buch "Ladylike iPhone 4S" von dir aus dem Data Becker- Verlag.

Dein neustes Werk „Gebrannte Kinder" ist als Selfpublishing erschienen und seit dem 19. Dezember '14 erhältlich. Diesmal ist dein Buch ein Psychothriller und handelt von einer jungen Journalistin die zufällig auf eine Verbindung zwischen einer grausigen Mordserie stößt, die ganz Frankfurt in Aufregung versetzt und Missbrauchsfällen in den Achtzigern. Alle Spuren führen zu einem Aussiedlerhof mit düsterer Vergangenheit.

Das liest sich nicht nur sehr interessant, sondern das ist er auch .


Aber nun liebe Inca kommen wir erst mal zu dir. Damit wir ein kleines Bisschen was über dich erfahren, erzähl uns doch einfach mal:

Wer ist Inca Vogt? Stell dich bitte kurz meinen Lesern vor.

I. V. ist ein schreibendes Chamäleon, das aus dem Vollen schöpft. Im Guten wie im Bösen. Das ist es was ich machen will und was ich wirklich liebe. Inhaltlich schrecke auch vor heftigsten Themen nicht zurück. Sie sind mein Treibstoff.

  • Was ich mag

Tolerante Menschen. Menschen, die Tiere und Kinder mögen. Menschen, die sich selbst mögen. Ehrlichkeit, Lachen, Lesen, Lieben. Stets das halb volle Glas sehen, selbst wenn es stürmisch wird. Tomatenrot auf Weiß. Durch die Wälder stromern mit Musik auf den Ohren, dabei die Probleme meiner Protas auf die Spitze treiben und lösen. Stille. Weite. Den Duft von frisch gemähtem Gras. Die Minuten nach einem Sommergewitter ... oh es gibt so vieles.

  • Was ich nicht mag

Alles Gegenteilige von oben Genanntem. Ungerechtigkeit, Gewalt in jeder Form. Wenn etwas nicht auf Anhieb so funktioniert, wie ich es gerne hätte. Da kann mein Temperament schon mal mit mir durchgehen.

Ich hasse: enge Räume, enges Denken, Neid, Missgunst, Egoismus und Menschenansammlungen.


Und nachdem du dich uns schon vorgestellt hast und wir bis jetzt ja schon ein Bisschen über dich erfahren durften, was du so magst und was du nicht magst, kommen wir nun zu den schon sehnsüchtig erwarteten :

10 Fragen an die Autorin Inca Vogt.


1. Wie bist du zum Schreiben gekommen und gibt es noch einen Hauptberuf den du ausübst?

Ja, ich schreibe immer noch Werbetexte, aber nur noch für Bestandskunden, die tolerieren, dass ich keine Terminsachen mehr annehme.

Schreiben war auch zuvor mein Beruf. Ich habe einen Marketingabschluss und war lange Texterin in namhaften Werbeagenturen. Nebenbei gab es interessante freie Aufträge. Ich schrieb Hörspiele, Reisetipps rund um die Welt, Ratgeber für junge Mütter, für technische Produkte, Lebenshilfen wie Flirtratgeber, ein Zeitreisebuch über Haarfarben. Es war stets kunterbunt.

Das eigentliche Bücherschreiben war lange nur ein Traum. Mit unzähligen Schubladenprojekten, die aufgrund von engen Textterminen liegengeblieben sind.

2. Warum ist es ausgerechnet dieses Genre geworden?

Ich lese bevorzugt Psychothriller, daher war es für mich sonnenklar, dass ich auch in diesem Genre schreibend bleiben möchte. Die Motive, warum jemand zum Beispiel aus seinem Leben ausbricht, über sich hinauswächst, aus der Spur gerät, durchdreht oder zum mickrigen Würmchen wird, das um sich schlägt, sind irrsinnig spannend und die Basis meiner Stoffe.

3. Wenn du schreibst, wo tust du es am liebsten und wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Ich schreibe überall. Deshalb habe ich auch ein ganz leichtes kleines Notebook mit sattem Akku. Aber es gibt natürlich auch einen Schreibtisch, der leider immer chaotischer ausschaut, als mir gut tut.

4. Wie lange dauert es, von der Idee zum fertigen Manuskript, ein Buch zu schreiben und wie sieht der Schreiballtag aus? Schreibst du jeden Tag zu festen Zeiten oder wie du gerade willst?

Krass unterschiedlich. Einen Ratgeber kann ich locker in acht Wochen schreiben, inklusive Recherche und Überarbeitung. Auch die Fachbücher brauchten kaum länger. Anders sieht es aus mit meinen Psychothrillern. ‚Gebrannte Kinder’ hatte in der ersten Fassung satte 800 Seiten, reine Schreibzeit etwa sieben Monate. Die Recherche dauerte etwa zwei Monate, das Nachbearbeiten ein Vielfaches. Ich hatte das überarbeitet Buch zudem fast sechs Monate ruhen lassen, bevor ich es erneut hervorholte und nach einer weiteren Korrekturphase veröffentlichte.

Dazwischen lagen Lektorat und die enge Zusammenarbeit mit meiner Agentur.

5. Wenn du nicht gerade an einem Buch schreibst, was tust du dann gerne in deiner Freizeit?

Freizeit? Lesen. Laufen ... ? Freizeit? Nächste Frage.

Der Begriff irritiert mich enorm. Kenne ich nicht, seit ich mich als Werbetexterin selbständig gemacht hatte. Seit ich an der Fortsetzung von Gebrannte Kinder arbeite, noch weniger. Aber ich tue genau das, was ich tun möchte, ich schreibe. Alles was mich davon abhält – und das ist einiges – ist störend.

Aktuell habe ich einen Umzug vor mir, was etliches an Organisation nach sich zieht. Deshalb versuche ich alles so hastig wie irgend vertretbar zu organisieren, damit ich bis zum Auszug noch etwas Ruhe fürs Schreiben finde.

6. Hast du ein Lieblingsbuch oder ein-/ en Lieblingsautor-/ in? Und aus welchem Grund?

John Katzenbach, Stieg Larssen, der leider viel zu früh verstorben ist.

Ich mag aber auch die Bücher anderer Genreschreiber. Gerade habe ich ‚Blinder Instinkt’ von Andreas Winkelmann gelesen und bin begeistert. Auch Adler Ohlsen, Lars Kepler, Simon Beckett und Bücher von Tess Gerritsen stehen in meinem echten und in meinem Kindl-Buchregal.

7. Gibt bzw. folgst du einem bestimmten Credo?

Ja. Behandle alle Lebewesen so, wie du selbst behandelt werden möchtest.

Lebe, als sei es dein erster und letzter Tag. Also mit wachen Sinnen Neues entdecken und alles ausschöpfen. Leben ist endlich. Aber auf diese Weise unendlich reich.

8. Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen sich deine Leser/innen freuen?

Ich schreibe mit Hochdruck an einem zweiten Psychothriller, der eine völlig neue Geschichte aus einem anderen Bereich erzählt, aber zugleich an einiges anknüpft was in ‚Gebrannte Kinder’ als winziger Cliffhanger enthalten war. Es gibt also ein Wiedersehen mit Toni und Kante.

9. Wann hast Du Deine Liebe zu Büchern entdeckt? Als Kind, Jugendliche, Erwachsene? Und gibt es ein Buch aus dieser Zeit das Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ich war ein trotziges Kind, das erst als es perfekt lesen konnte, geoutet hat, wie sehr es Bücher liebt. Aber dann gab es kein Halten, keine Nachtruhe kein Verbot mehr, dass mich vom Lesen abhalten konnte. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich mich ganz bewusst mit Freunden umgab, die in ihrem Zuhause sehr viele Bücher hatten. Sonderlich wählerisch war ich anfangs nicht. Ich las alles, von Karl May über Simmel bis hin zur Bibel.

Wusstest du, dass in diesem angeblich Heiligen Buch richtig böse Geschichten drin stehen? Massenmord, Totschlag, gruselige Opferrituale, erotische Geschichten bis hin zu merkwürdigen Reisegeschichten voller Heldentaten und Wettrennen. Zuweilen so wirr und ins Kitschige bis Fantastische abdriftend, dass es 1Sterne Rezensionen hageln würde.

10. Wenn Du eine neue Geschichte zu schreiben beginnst, hast Du Sie dann schon von Anfang bis zum Ende im Kopf oder entwickelt es sich erst beim Schreiben und Du kennst das Ende selbst noch nicht?

Ich habe das Ende schon ganz gut fixiert, zuweilen mehrere. Es kann aber dennoch ganz anders kommen. Die Figuren entwickeln regelmäßig ein Eigenleben, was meinen Plot auch schon mal umwirft.


Zum Schluss noch drei Worte, die dich als Mensch gut beschreiben?

Extrem Freiheitsliebend. Temperamentvolle Quasselstrippe. Unerschrockene Kämpferin.

Das waren jetzt mehr als drei Worte:-) und wer mich kennt, ahnt, dass ich mindestens zwanzig weitere Begriffe gestrichen habe.


Ich bedanke mich ganz ♥ herzlich bei der Autorin Inca Vogt für das ausführliche Interview, es hat mit viel Spaß und Freude bereitet ☺



Gebrannte Kinder


»Dreckskerl«, murmelte er, schichtete Bretter über das primitive Grab und kicherte: »Den Letzten beißen die Ratten.«

 Der erfolgreiche Kindertherapeut David wird von unheimlichen Flashbacks heimgesucht und hält sich für den brutalen Mörder, der Kinderschänder in Serie mit dem Unendlichkeitszeichen brandmarkt. Ist er der “Rächer”, dem die junge Journalistin Toni bei ihren Recherchen gefährlich nahe kommt? Oder treibt ihn jemand bewusst in den Wahnsinn?


Kurzbeschreibung
Die junge Journalistin Toni Amato stößt zufällig auf eine Verbindung zwischen einer grausigen Mordserie, die ganz Frankfurt in Aufregung versetzt, und Missbrauchsfällen in den Achtzigern. Alle Spuren führen zu einem Aussiedlerhof mit düsterer Vergangenheit. Mehr instinktiv als bedacht jagt Toni den gefährlichen Killer mit dem Spitznamen Racheengel und scheint der Kripo immer einen Schritt voraus zu sein. Zur gleichen Zeit wird der Kindertherapeut David Frensen von verstörenden Flashbacks heimgesucht, nicht ahnend, dass sein Leben eine Lüge ist. Die Suche nach Erklärungen führt ihn zu den Tatorten – und dem Hof, wo alles anfing. Ist David der kaltblütig folternde und mordende Rächer, dem Toni bei ihren Nachforschungen gefährlich nahe kommt? Oder treibt jemand ein perfides Spiel mit ihnen?


Erscheinungsdatum: 18. Dezember 2014
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 521 / 520 Seiten
Verleger: Selfpublishing
ISBN: 9781505514025

eBook: 2,99€
Buch: 13,99€

oder kindleunlimeted




als Printbuch 



als eBook 


(Quelle: © Inca Vogt)

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