28 August 2015

*Interview, Verlag* Vorgestellt und nachgefragt - mit.....

.... diesmal mit dem Luzifer- Verlag



Guten Tag und hallo Steffen Janssen,

ich freue mich sehr das Sie sich die Zeit nehmen und mir ein paar Fragen beantworten, dafür erst mal vorweg schon ein herzliches Dankeschön.

Im Verlagsprogramm des inhabergeführten LUZIFER Verlags findet der geneigte Leser spannende Unterhaltungsliteratur der Genre Thriller, Horror, Endzeit (Apokalypse, Dystopie), Zombie, Pandemie, Science Fiction, Phantastik und vieles mehr. Dabei finden immer mehr internationale Bestseller bekannter (Genre)-Autoren ihren Platz in unserem Buchsortiment. Bekannte Autoren wie Russell Blake, Craig DiLouie, Cheryl Kaye Tarif, G. Michael Hopf, F. Paul Wilson oder Greg F. Gifune sollten das Herz eines jeden Thriller- oder Horror-Roman-Fans höher schlagen lassen. Alle Titel werden in der Regel als hochwertige Klappenbroschur und preisgünstiges Ebook angeboten. Der LUZIFER Verlag ist ständig bemüht, sein Angebot an Spannungs-Literatur adäquat weiter auszubauen, um seinen Lesern ein abwechslungsreiches Buchsortiment anzubieten.

Möchten Sie uns vielleicht erst einmal kurz etwas zu Ihnen als Verlagsgründer erzählen.

  • Darüber was Steffen Janssen denn so mag?
Nun, ich bin ziemlich gesellig, mag gute Gespräche, Menschen mit Grips und ich liebe meine Familie. Seit ich den Verlag gegründet habe, liebe ich sogar meine Arbeit ;)

  • Und was mag Steffen Janssen überhaupt nicht?

Langeweile

Ein kleines bisschen durften wir ja schon erfahren, aber damit wir den Luzifer Verlag noch mehr kennenlernen, habe ich hier ein paar Fragen vorbereitet?
Und schon kommen wir nun zu den Fragen.


1. Den Luzifer Verlag gibt es wie schon erwähnt seit 2011. Könnten Sie uns, den Lesern diesen kurz vorstellen?

Der Verlag wurde damals in erster Linie als „Spaßprojekt“ geboren. Niemals hätte ich gedacht, was sich daraus entwickelt. Aber schon recht bald wurde es ziemlich „ernst“ und eine Entscheidung musste her: ganz oder gar nicht. Prämisse war die Herausgabe von Horror-Kurzgeschichten (in Anthologie-Bänden), aber mit dem ersten Roman (Graues Land von Michael Dissieux) änderte sich die Richtung des Verlages.

2. Wie kamen Sie auf den außergewöhnlichen Namen  "Luzifer" Verlag?

Wie gesagt, ein Spaß-Projekt. Heute bin ich dankbar für diese Spinnerei, denn nicht zuletzt der außergewöhnliche Name war für die schnelle Entwicklung des Verlages maßgeblich.

3. Wie kommt man gerade in einer Zeit, in der die großen Publikumsverlag über wegbrechende Absätze klagen und in der immer weniger Menschen zu einem Buch greifen, einen Verlag zu gründen?

Genau diese Ansätze kann ich nicht verstehen. In jeder Branche kämpft jeder Unternehmer ums nackte Überleben. Auch als Angestellter in einer Firma kann einen dies jederzeit treffen. Da nehme ich mir doch lieber die Freiheit, selbst entscheiden zu können, was passiert und was eben nicht. Persönlich sehe ich das nicht als Problem, sondern als Herausforderung.

4. Wie macht man einen neuen Verlag bekannt und überzeugt Autoren davon, seine Werke dem Luzifer- Verlag anzuvertrauen? 

Das frage ich mich auch immer wieder ;) Aber nein, mittlerweile ist das kein Thema mehr. Täglich erreichen mich Anfragen nach einer Zusammenarbeit, leider hat der Verlag nur beschränkte Kapazitäten.

5. Mit was für Schwierigkeiten hatten Sie seit Verlagsgründung besonders zu kämpfen?

Mit mir selbst. Es ist unglaublich, was man permanent lernen muss, um in dieser Branche zu bestehen. Ein andauernder Prozess, der einen persönlich täglich fordert. Die Verlagsbranche ist nichts für faule oder bequeme Menschen.

6. Welche Schwerpunkte setzt der Luzifer--Verlag, was zeichnet ihn aus und was ist das besondere am Luzifer Verlag?

Der literarische Schwerpunkt liegt auf phantastischer Belletristik. Wir wollen unterhalten, nicht langweilen. Ob daran etwas Besonderes ist, müssen die Leser selbst entscheiden. Nicht der Verlag steht im Fokus, es sind die Autoren mit ihren Werken.

7. Welchen Service bietet der Verlag einem Autor? Wie findet sein Buch den Weg zum Leser? Und wie viel Mitspracherecht hat der Autor selbst? 

Nun, er hat das Buch geschrieben ;) Selbstverständlich wird jeder Arbeitsschritt mit den Autoren diskutiert und analysiert. Service bieten wir somit wie jeder andere (gute) Verlag auch. Der persönliche Kontakt ist vielleicht noch ein Pluspunkt. Bei uns sind Autoren keine Nummern. Die Buchveröffentlichung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit entsprechenden Dienstleistern für Print und E-Book und den Handelsvertretern. Dieser Vorgang geschieht mittlerweile ziemlich routiniert.

8. Fällt es Ihnen persönlich schwer, einem Autor eine Absage erteilen zu müssen?

Das kommt ganz darauf an. Einsendungen ohne persönliche oder formal höfliche Anrede beachte ich gar nicht. Das Anbieten eines Manuskriptes ist wie eine Bewerbung. Da gibt es Anstandsregeln, die jeder „erwachsene“ Mensch beachten sollte. Man glaubt gar nicht, was hier so im Postkasten landet. Hinter jedem guten Buch steht eine Persönlichkeit – für dieses Buch. Erkenne ich diese Persönlichkeit nicht, fällt mir auch die Absage nicht schwer.

9. Welche Entwicklungen auf dem Buchmarkt beschäftigen Sie zurzeit besonders?

Man muss den Markt immer beobachten. Als kleiner Genre-Verlag habe ich da aber weniger Kopfschmerzen. Man muss Trends erkennen, diese für sich nutzen. 

10. Wo sehen Sie die Zukunft für eBooks bzw. Bücher (Print)?

Es wird beides parallel existieren. Allerdings sehe ich einen deutlich schrumpfenden stationären Buchhandel in seiner stoisch-arroganten Unbeweglichkeit. Das Internet ist Informationsquelle Nummer Eins. Dort ist die Sichtbarkeit kleiner Verlage deutlich gestiegen, welche von den Händlern müde belächelt werden. Das wird sich rächen. Davon können bereits heute die Großen der Branche ein Lied singen, denn nur mit großen Werbebudgets erreichen sie online eine gute Sichtbarkeit. Die kleinen Verlage sind agiler, nutzen dieses Medium besser. Der stationäre Händler ist außen vor, will das aber nicht wahrhaben. Ein Spiel auf Zeit. 

11. Was wünschen Sie sich für die Zukunft, in welche Richtung sollte sich die Buch- und Verlagsbranche entwickeln?

Das liegt nicht in meinem Ermessen. Man muss den Markt beobachten und seine Schlüsse ziehen. Ausprobieren ... ich sehe jedenfalls keine negative Zukunft.

Zum Schluss noch drei Worte die den Luzifer- Verlag am besten beschreiben.

Interessant-unterhaltsam-lesenswert


Haben Sie vielleicht noch einen ganz besonderen Buchtitel aus ihrem Verlag als Tipp für uns?

Oh, das bringt mir wieder Autorennachfragen, warum nicht dieser oder jener Titel genannt wurde. Na, egal ;)
Selbstverständlich habe ich einen Titel, den ich für ganz besonders empfinde: EMOTION CACHING von Heike Vullriede. Wer Lust auf eine interessante Idee ganz weit weg vom Mainstream-Einheitsbrei hat, sollte da mal reinlesen. Es lohnt sich.

Vielen Dank, dass Sie sich für uns Leser die Zeit genommen haben. Ich wünsche Ihnen und dem Luzifer- Verlag alles Gute!



Die Empfehlung zu Emotion Caching gibt es von mir in einem eigenen Post.

Empfehlung ➡ Emotion Caching von Heike Vullrtiede

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen